Nach 42 Jahren Schönheitsschlaf: ECK kommt wieder PDF Drucken
Geschrieben von: Peter   
Freitag, den 09. November 2012 um 10:14 Uhr

NummernschildManch älteres Semester kann sich noch erinnern. An die Autokennzeichen mit dem Kürzel ECK für Eckernförde. Als im Jahre 1970 mit der Kreisgebietsreform die Zahl der Landkreise und Verwaltungsbezirke im Land gesenkt wurde und am 26. April der Landkreis Rendsburg-Eckernförde entstand, wurde das ECK kassiert. Wer seinerzeit an seinem Auto ein derartiges Nummernschild spazieren fuhr, durfte dies weiterhin tun. Auch bis heute. Doch die die Zahl der Autos, die die nunmehr 42 Jahre überstanden haben ist extrem überschaubar. Neuzulassungen für Autos aus Eckernförde trugen seither und tragen grundsätzlich auch weiterhin das Kürzel RD für den Landkreis. Die Eckernförder fügten sich dem Schicksal der Moderne, doch die geheime Sehnsucht nach dem ECK als Identifikation blieb. Und die ECKis waren nicht alleine. Verwaltungsreformen ließen über die Jahre im gesamten Bundesgebiet „kleine“ Kennzeichen verschwinden. Nun wandten sich die Verkehrsminister der Länder an den Bund mit der Aufforderung, die Regelung „ein Verwaltungsbezirk – ein Unterscheidungskennzeichen“ zu kippen und in diesem Zuge auch die Wiedereinführung alter Kennzeichen zu ermöglichen. Das zuständige Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) hat in der Folge eine entsprechende Verordnung erarbeitet, die am 01. November 2012 in Kraft getreten ist. Die Bundesländer können nun beim BMVBS die Wiederausgabe der alten Kennzeichen beantragen. In Schleswig-Holstein wurde die Initiative der Eckernförder, federführend hierbei Bürgermeister Jörg Sibbel, belohnt. Am 31. Oktober stellte das Landesverkehrsministerium beim Bund den Antrag, ECK wieder einzuführen. Andere Anfragen für Altkennzeichen aus dem Land, z.B. EUT für Eutin oder HUS für Husum, liegen bisher nicht vor. Da mit einer positiven Entscheidung des BMVBS zu rechnen ist, können die ECK-Nummernschilder ab dem 12. November bei jeder Kfz-Zulassungsbehörde im Kreis Rendsburg-Eckernförde reserviert werden - nur nicht in Eckernförde selbst, denn die dortige Zulassungsstelle ist wegen eines fehlenden Bauantrages vorübergehend geschlossen. Hier die Ausweichmöglichkeiten. Die Kosten: Für die einfache Ummeldung werden 27,40 € fällig, für ein Wunschkennzeichen kommen nochmal 10,20 € dazu. Die Reservierung kostet noch mal 2,60 € extra. Ab Dezember sollen die neuen „alten“ Kennzeichen ausgegeben werden – ein ComebECK zum Jahresende.

Bildquelle: Mattes /wikimedia

Zuletzt aktualisiert am Freitag, den 09. November 2012 um 11:57 Uhr