Drama! Baby Drama – Allein spielt es sich anders PDF Drucken
Geschrieben von: Tina   
Freitag, den 11. November 2016 um 11:30 Uhr

Wer kennt das nicht von zu Hause: Irgendein Drama gibt es immer zu bewältigen. Egal was passiert, meistens kommt es doch anders, als man denkt und am Ende kommt ein Drama dabei heraus. Aber was bedeutet dieses Wort im eigentlichen Sinne? Drama kommt inzwischen in vielen alltäglichen Floskeln über unsere Lippen, die wohl bekannteste ist vermutlich „Mach nicht immer so ein Drama daraus“. In den nächsten Tagen wird das Drama – eine der grundlegenden literarischen Handlungen – groß geschrieben. Nicht so wie wir es kennen, sondern von verschiedenen Künstlern aus allen Ecken der Welt, um ein interessiertes Publikum in die Welt der Alleinunterhaltung zu entführen. Innerhalb eines Monodramas werden wichtige Themen angesprochen ohne sie wirklich zu diskutieren. Vielmehr werden Diskussionen durch solche Vorstellungen angeregt und jeder Künstler hat seinen ganz ureigenen Stil. Ein Monodrama ist ein Einpersonenstück und dennoch genauso fesselnd wie eine Theateraufführung mit mehreren Schauspielern. In diesem Jahr findet zum 10. Mal die internationalen Monodrama Festivaltage in Kiel statt – unter dem Titel „Thespis“. Vom 11.11. bis zum 18.11. kann man an verschiedenen Orten in Kiel die Künstler bewundern und ihr Werk ehren. Die Einzelkünstler sind mit ihren Stücken „On Track“ über „A Life in my Bag“ bis hin zu „Adolf“ vertreten, um ihr Können unter Beweis zu stellen und vor allem, das Publikum vollkommen in ihren Bann zu ziehen. Ungewöhnliche Namen für die Vorstellungen? Sicherlich, aber verspricht nicht gerade das Ungewöhnliche uns einiges? Allein der Titel der japanischen Schauspielerin Nozomi Satomi „A life in my Bag“ lässt einen doch gewaltig stutzen und darüber grübeln, wie dieser Titel zu einem Monodrama passen könnte. Das Einzigartige dabei ist ihr ganz eigener Stil, der sich bei den gewöhnlichen Theaterstilen bedient, aber ohne Worte auskommt. Sie kombiniert es mit alter, traditioneller, japanischer Darstellerkunst des No- und Kyogen-Theaters. Vielleicht ist man aber auch eher an klassischen Stilen interessiert, wie dem Monodrama von und mit Rebecca Vaughan „I, Elizabeth“. Es erzählt Ausschnitte aus dem Leben von Elizabeth I., wirft aber auch mit ihren ganz eigenen Worten ein neues Licht auf den Menschen hinter der Krone und dessen innerliche Konflikte. Lange Rede, kurzer Sinn: Für jeden findet man hier sicherlich etwas Unterhaltung und Denkanstöße. Das gesamte Programm über diese Woche, inklusive einer Liste der verschiedenen Spielstätten sowie der Möglichkeit, die Karten direkt zu reservieren, finden sie hier.
Bildquelle: wonderlane / flickr

Zuletzt aktualisiert am Freitag, den 11. November 2016 um 11:35 Uhr